Kostenvergleich Thermotransferdruck und Laserdruck

26. März 2010

Ausgehend vom gleichen Format, sind die Anschaffungskosten eines herkömmlichen Laserdruckers günstiger als die eines Thermotransferdruckers. Für eine professionelle Etikettenproduktion sind Laserdrucker jedoch weder mechanisch noch kostenorientiert ausgelegt. Um einen objektiven Vergleich zwischen Thermotransferdruckern und Laserdruckern zu machen, muss man sich auf die Kaltfixiertechnologie der Laserdrucker konzentrieren, denn nur dieser Typ ist in der Lage unterschiedliche Materialien (Papier, Karton, PE, PP, Polyester u.v.a. Materialien) zu bedrucken und kann vergleichbare Druckgeschwindigkeiten eines Thermotransferdruckers bieten.

Geschwindigkeit:
Ein Thermotransferdrucker, der A4–Formate drucken kann, erreicht eine Druckgeschwindigkeit von bis zu 250mm pro Sekunde. Dies entspricht einem Laserdrucker, der ca. 60 Seiten pro Minute drucken müsste. Solch ein Laserdrucker kostet ca. das Vierfache des vergleichbaren Thermotransferdruckers. Die meisten Etiketten die gedruckt werden sind Papieretiketten, für die offensichtlich ein Bürolaser ausreicht.

Zwei Vorteile eines Bürolasers werden hier häufig genannt: „Kosten der Verbrauchsmaterialien“ und eine „hohe Auflösung“.

Kosten der Verbrauchsmaterialien:
Speziell der Tonerverbrauch ist auf den ersten Blick sparsamer als die Thermotransferfolie, da der Laserdrucker tatsächlich nur an den Stellen Toner verbraucht, an denen auch gedruckt wird. Die Thermotransferfolie jedoch wird kontinuierlich und parallel zum Etikett transportiert. Vor dem Hintergrund der Angaben zum Verbrauch der Laserdrucker, ergibt sich in der Praxis aber ein ganz anderes Bild, denn üblicherweise basiert die Kostenrechnung der Laserdrucker auf einer Schwärzung von 3% bis 5%. Schon bei einem Standardfrachtetikett mit Strichcode, Text, Linien und Grafik, erreicht man eine Schwärzung von ca. 20%. Bei aufwändig gestalteten Etiketten kann dies leicht über 70% hinausgehen. Bereits bei 15% Schwärzung ist ein Thermotransferdruck jedoch somit klar im Kostenvorteil.

Auflösung:
Die hohe Auflösung des Laserdruckers wird ebenfalls häufig als Vorteil genannt. Thermotransferdrucker erreichen heute Auflösungen bis zu 600dpi. Die mathematische Größe von 1200dpi im Laserdruckerbereich ist zwar höher, sagt jedoch nichts über die Druckqualität aus, denn der Druck wird mittels zwei völlig unterschiedlicher Verfahren auf das Etikett gebracht, was dazu führt, dass der Thermotransferdruck mit 200dpi wesentlich schärfer sein kann, als z.B. der eines Laserdruckers mit 300dpi. Ausschlaggebend ist neben der Materialkombination die Positioniergenauigkeit der einzelnen Dots, die zu einer guten oder weniger guten Druckqualität führen.

Beim Druck großer Etiketten ist der Thermotransferdruck dem Laserdrucker hinsichtlich der Kosten sowie der mechanischen Belastbarkeit und der Druckqualität eindeutig überlegen.

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